Umweltnachrichten aus der Provinz Guanacaste, Costa Rica

Umweltnachrichten aus der Region Peninsula Nicoya mit Kunst, Kultur, Projekten, Veranstaltungen, Umwelt, Tourismus, Informationen und Neuigkeiten aus Costa Rica, Guanacaste.

 

 

Schutz fĂŒr Meereslebewesen

San Jose, 25.11.2015

PrĂ€sident Luis Guillermo SolĂ­s – Feind der Haie

Luis Guillermo SolĂ­s wurde fĂŒr den unehrenhaften Negativ-Preis „Feind der Haie“ nominiert. Grund dafĂŒr sind Tierschutzorganisationen, die der Meinung sind, dass der Schutz der Haie in Costa Rica seit dem Amtsantritt des PrĂ€sidenten im vergangenen Jahr starke Einbußen erleiden musste.

In der Zeitung „La NaciĂłn“ hieß es beispielsweise, dass unter anderem erneut Exportgenehmigungen fĂŒr Hammerhaiflossen gewĂ€hrt wurden. Außerdem berichtete die Regierung, dass sie sich zukĂŒnftig in internationalen Gremien nicht mehr fĂŒr die Ausweitung des Haischutzes einzusetzen.

Dabei ist Costa Rica eigentlich fĂŒr seinen weitreichenden Umweltschutz bekannt und profitiert stark vom Öko-Tourismus. FrĂŒher galt das Land nach Angaben der in Deutschland ansĂ€ssigen Organisation „Shark Project“ als Vorreiter im Haischutz.

Im Dezember wird sich die Jury des Negativ-Preises zusammenfinden und braten. Wer den beschĂ€menden Titel „Feind der Haie 2016“ letztendlich zu tragen hat, soll im Januar bekannt gegeben werden.

Mehr Infos ĂŒber Naturschutzprojekte in Costa Rica gibt es hier.

 

 

QuĂ€lende Periode fĂŒr die Natur

Costa Rica, 18.11.2015

Das Jahr der Extreme: El Niño so stark wie lange nicht

Anfangs dachten Experten noch, dass das KlimaphĂ€nomen El Niño dieses Jahr recht schwach ausfallen wĂŒrde. Auch die damit einhergehenden WetterĂ€nderungen wurden als gering eingeschĂ€tzt. Leider waren diese Voraussagen zu optimistisch, denn langsam aber sicher zeigt sich, dass das Gegenteil der Fall sein wird. Es könnte zum stĂ€rksten El Niño seit 1998 kommen.

Was sagen offizielle Stimmen?

Die Weltorganisation fĂŒr Meteorologie (WMO) wies darauf hin, dass sich El Niño zum Ende des Jahres wohlmöglich noch verstĂ€rken und im SĂŒdpazifik extreme Wetterlagen auslösen wird. „Dieser El Niño ist der stĂ€rkste seit mehr als 15 Jahren“, warnt WMO-Generaldirektor Michel Jarraud. „Die tropischen und suptropischen Zonen erleben bereits schwere DĂŒrreperioden und zerstörerische Überschwemmungen, die den Stempel El Niños tragen.“

Wo liegen die Ursachen fĂŒr das Extrem?

Schuld fĂŒr das VerstĂ€rken des KlimaphĂ€nomens ist nach Aussage von Jarraud unter anderem die ErderwĂ€rmung, die vor allem durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursacht wird. "Die globalen Durchschnittstemperaturen haben neue Rekordwerte erreicht und El Niño facht diese noch weiter an."

Wie verheerend werden die Folgen sein?

Laut humanitÀren Hilfsorganisationen drohen durch den extremen El Niño Missernten, Hunger und Seuchen. Jarraud sagte jedoch, die Welt sei heute auf das im Abstand jeweils mehrerer Jahre immer wieder auftretende KlimaphÀnomen "besser vorbereitet als jemals zuvor".

Wie entsteht El Niño?

Ursprung des El Niño sind die VerĂ€nderung von Wasser- und Luft-Strömungen in der NĂ€he des Äquators im und ĂŒber dem Pazifik. Winde treiben feuchte Luft nicht wie zuvor nach Australien und SĂŒdostasien, sondern viel mehr nach Osten in Richtung der amerikanischen WestkĂŒste. Dort erwĂ€rmt sich das Wasser.

Was wird weiterhin befĂŒrchtet?

Im WMO-Bericht ist vermerkt, dass die Meerestemperatur im tropischen Pazifik mittlerweile die Normalmarke mehr als zwei Grad Celsius ĂŒberschritten hat. Das gilt als Gefahr, denn es habe unter anderem zur deutlichen VerstĂ€rkung der jahreszeitlich ĂŒblichen StĂŒrme im Westen und Osten des Pazifiks beigetragen.

Ganz anders sieht es in SĂŒdostasien aus. Dort sind Trockenperioden die Folge des PhĂ€nomens. In Indonesien kam es bereits zu schweren WaldbrĂ€nden. In anderen Gebieten, beispielsweise in SĂŒdasien und in Teilen Afrikas, sorgt man sich um durch den ausbleibenden Regen verursachte Ernteeinbußen.

Hier gibt es weitere aktuelle Infos wie das Wetter und Klima in Costa Rica aussieht.

 

 

San José, 02.11.2015

Vulkan Turrialba sorgt fĂŒr Halloween-Schrecken

In Costa Rica gab es dieses Jahr zu Halloween mehr Saures als SĂŒĂŸes.

Der Tag begann fĂŒr das Land mit ein paar schwachen Erdbeben. Nach der Vulkan-und Erdbebenwarte von Costa Rica (OVSICORI) kam es zu einem 4,7-Erdbeben um 9:10 Uhr in der NĂ€he von San Isidro de Heredia. Das Beben wurde von zwei Nachbeben mit Magnituden von 3.0 und 3.9, um 9:17 Uhr und 09.20 Uhr, verfolgt.

Doch damit noch nicht genug: Gegen Nachmittag kam es zu einer massiven Ascheeruption des Turrialba. Der Vulkan schleuderte die Asche rund 1000 Meter in die Höhe.

Die Experten behaupten, dass der Vulkan zurzeit wieder erhöhte AktivitÀt vorweist, nachdem er die letzten paar Monaten komplett Ruhe gegeben hat.

Eine gute Nachricht gibt es dann aber doch: Verletzt wurde bei dem ganzen Tohuwabohu keiner und es kam auch zu keinem Sachschaden.

Weitere Horror Nachrichten gibt es hier.

 

 

Costa Rica, 24.10.2015

Ein Leben umgeben von Dreck und Gift - UNSER Leben       

Wir leben mit großen WiedersprĂŒchen. Zum Beispiel sind wir fĂŒr Umweltschutz und kaufen jeden Tag Plastik ohne darĂŒber nachzudenken, was mit dem PlastikmĂŒll passiert.

Einige WiedersprĂŒche in Costa Rica

Costa Rica hat sehr gute Naturschutzprogramme und fast 30% der FlÀche steht unter Naturschutz. Aber auch hier gibt es starke Kontamination des Bodens, Transgenes Saatgut, Produktion mit Baumwolle und Soja mit einer Resistenz gegen den Breitband- Herbizid-Wirkstoff Glyphosat.

Beim Anbau von Ölpalmen werden die ökologischen Nachteile immer mehr sichtbar. Es bleiben artenarme AnbauflĂ€chen und die Zerstörung von wertvollen LebensrĂ€umen der Pflanzen und Tieren ist vorprogrammiert.

1991 öffnete sich Costa Rica der Gen Produktion. Bayer Gentechnik stieg groß ein. Das Freihandelsabkommen vom Jahr 2003 der zentralamerikanischen Staaten mit den USA sollte den multinationalen Konzernen noch mehr Sonderrechte einrĂ€umen.

PlastikmĂŒll statt klarem Wasser

Es ist unfassbar. Eigentlich wollte ein Forscherteam vom Alfred-Wegener-Institut kĂŒrzlich nur zur Tierbeobachtung in die Arktis reisen. Was sie da fanden, haben auch sie nicht erwartet. Statt klarem Wasser fanden sie PlastikmĂŒll in jeglichen GrĂ¶ĂŸen vor, obwohl man bis jetzt angenommen hat, dass die Arktis noch weitgehend verschont von dem im Meer treibenden MĂŒll sei.

In der Tiefsee entdeckten die Forscher durchschnittlich 2,2 bis 18,4 MĂŒllteile pro Kilometer Fahrtstrecke ihres Schiffes. Durch diese Verschmutzung könnte es zu einem weiteren MĂŒllstrudel kommen, vermuten die Wissenschaftler. Bisher sind fĂŒnf davon bekannt.

Von der Möwe zum Fisch, vom Fisch zum Menschen

Besonders gefĂ€hrlich ist der umhertreibende MĂŒll fĂŒr die Seevögel, die diesen fĂŒr Nahrung halten und verspeisen. Doch auch der Mensch ist betroffen. Denn auch wenn sich die PlastikabfĂ€lle nach und nach zersetzen, kann Mikroplastik Giftstoffe freisetzen, die sich in Meereslebewesen anreichern und dann StĂŒck fĂŒr StĂŒck die Nahrungskette nach oben wandern.

Große Reichweite von Schadstoffen

Ebenso fĂŒr das menschliche Auge nicht sofort als giftig ersichtlich, wie das Mikroplastik, sind Umweltgifte ĂĄ la Blei, Quecksilber oder Pestizide. Doch gerade bei diesen sollte besonders Vorsicht geboten sein.

Der vor kurzem veröffentlichte Umweltgiftreport 2015 erklÀrt, dass besonders Quecksilber, sechswertiges Chrom, Radionuklide, Pestizide und Kadmium schÀdlich und sogar etwa 95 Menschen unmittelbar von diesen Schadstoffen betroffen seien.

Umweltgifte im Alltag

Mit am gefÀhrlichsten ist der Studie zufolge das Umweltgift Blei. Dieses wird zum Beispiel bei Bergbauarbeiten gefördert oder entsteht beim Recyceln von Autoreifen.

Dass Pestizide vor allem in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, ist wahrscheinlich den meisten bekannt. Kadmium wird beispielsweise bei der DĂŒngemittelherstellung erzeugt.

Augen auf vor den Giften

Allein im Jahr 2012 sind etwa acht Millionen Menschen in Entwicklungs- und SchwellenlÀndern gestorben, da sie mit den Umweltgiften in Kontakt kamen. Verschmutzte Luft, verseuchtes Wasser oder kontaminierte Erde sind eine reale Gefahr. Im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten, wird das Problem allerdings noch unterschÀtzt.

Dass durch verschmutztes Wasser viele Fische leiden, besagt auch ein interessanter Artikel auf der Costa Rica Travelhotel Seite.
Mehr Informationen ĂŒber den Schutz der Umwelt, z.B. der Korallen, sind auf dem Costa Rica Relax Blog zu finden.

 

28.07.2015

Weck von Pestiziden, hin zu organischer ErnÀhrung

Immer mehr Betriebe vertreiben organische Produkte. Allein in Samara gibt es zwei GeschĂ€fte die organische Lebensmittel verkaufen. In Nosara gibt es schon lĂ€nger den Vertrieb Nosara-Organics. 

Weitere Information: Gesunde ErnÀhrung im Urlaub

Dschungelnews Costa Rica

 

 

VerstĂ€rkte Maßnahmen gegen illegalen Tierhandel (Costa Rica, 12.04.15)

WĂ€hrend der Karwoche haben Beamte des National System of Conservation Areas (SINAC) auf den Straßen im ganzen Land intensive Observationen durchgefĂŒhrt, um Extraktion, Jagd, illegalen Transport oder Handel von Arten der Flora und Fauna zu vermeiden.

Diese EinsĂ€tze sollen gefĂ€hrdete Arten davor bewahren, von Urlaubern aus ihrem natĂŒrlichen Lebensraum entrissen zu werden, wenn die meisten Ticos sich freinehmen, um touristische Destinationen zu besuchen.

Nach Costa Ricas neuem Wildtiere Gesetz- das im Oktober letzten Jahres genehmigt wurde- könnten Personen, die beim Kauf oder Verkauf  von Wildtierarten erwischt werden, mit Sanktionen, die eine Freiheitsstrafe von einem bis drei Jahren, Geldstrafen und die Konfiszierung von Arten beinhalten, konfrontiert werden.

Das Gesetz legt außerdem Geldstrafen fĂŒr SportjĂ€ger von bis zu 1.500.000 colones ($ 3.000) fest und bis zu 900.000 colones ($ 1.800) fĂŒr Menschen, die beim Handel von Wildtierarten gestellt werden.

Diejenigen, die Tiere  töten oder Nester oder natĂŒrliche LebensrĂ€ume zerstören, können mit den gleichen Konsequenzen rechnen.

 

 

Der Einfluss des Klimawandel  auf unsere Nahrungsversorgung 

GrĂ¶ĂŸere Nachfrage, geringere ErtrĂ€ge

Die Weltbevölkerung nimmt zu, bis 2100 wird nach EinschĂ€tzungen von Wissenschaftlern ein Anstieg von ca. 3 Mrd. auf dann 10,1 Mrd. Menschen erwartet. Diese Menschen mĂŒssen alle ernĂ€hrt werden, und schon heute sind nach Statistiken der UNO ca. 1 Mrd. Menschen unterernĂ€hrt.

Weitere Probleme kommen hinzu. Asiatische LĂ€nder wie bspw. China, die sich im großen Aufschwung befinden, passen sich immer mehr den westlichen Lebensstandards an und das auch in Sachen Nahrung, die Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukten etwa ist erheblich gestiegen.

Eine allgemein grĂ¶ĂŸere Nachfrage, die in den letzten Jahren bereits höher war, als die eingeholten ErtrĂ€ge, fĂŒhrt dazu, dass sich die weltweiten LagerbestĂ€nde zunehmend leeren.

DĂŒrre in den USA, Hungerkrise in den EntwicklungslĂ€ndern und steigende Preise weltweit

Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu drastischen Preiserhöhungen, bereits in den Jahren 2008 und 2010 kam es zu massiven Hungerkrisen. 2008 bspw. verdreifachten sich die Reispreise.

Dieses Jahr herrscht in Indien und vor allem in den USA große DĂŒrre. In den Vereinigten Staaten wurden den Sommer ĂŒber Temperaturen von deutlich ĂŒber 38 Grad gemessen. Es ist das heißeste Jahr seit Beginn der Messungen 1895. Infolge der DĂŒrre kommt es zu großen Ernteeinbußen. Die Preise fĂŒr Weizen und Mais sind bereits stark gestiegen, was höhere Preise fĂŒr die Konsumenten nach sich zieht. Aufgrund von steigenden Futterkosten werden auch die Preise fĂŒr Eier, Fleisch und Milchprodukte ansteigen.

FĂŒr dieses Jahr wird ein RĂŒckgang von 17% fĂŒr die Mais- und Sojaernte prognostiziert, der Preis fĂŒr Soja hat sich um 30% erhöht, der fĂŒr Mais hat sich sogar verdoppelt.

Als weiteres Problem kann genannt werden, dass in den USA ca. 40% der Maisernte gar nicht in die Lebensmittelindustrie gehen, sondern als Biosprit verbrannt werden.

Steigende Temperaturen = weniger Ernte ?

Verursacht durch den Klimawandel steigt die Temperatur in unserer AtmosphĂ€re, je nach EinschĂ€tzung wird von bis zu 4 Grad gesprochen. Infolge des Temperaturanstiegs werden sich die Klimazonen und die damit verbundenen Ökosysteme auf unserer Erde verschieben.

Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass ein kleiner Anstieg der Temperatur, zu höheren ErtrĂ€gen fĂŒhren wird. Geht man jedoch von einem grĂ¶ĂŸeren Temperaturanstieg aus, so zeigen die Kurven, eine klare Tendenz nach unten.

Außerdem wird davon ausgegangen, dass sich die FlĂ€che der sogenannten ariden FlĂ€chen, dass heißt FlĂ€chen, die nicht ohne kĂŒnstliche BewĂ€sserung genutzt werden können, weltweit um 2,5% ansteigen wird.

Nord- SĂŒdunterschied

Doch man muss genauer differenzieren. Ein kleiner Temperatur bewirkt allgemein einen höheren Ertrag. Unterscheidet man jedoch zwischen Nord- und SĂŒdhalbkugel, zeigt sich, dass das nur fĂŒr den Norden gilt. Hier wird von einem besserem Wachstum und auch mehr Niederschlag gesprochen.

Im SĂŒden wird erwartet, dass sich die aride FlĂ€che, die ja weltweit um ca. 2,5% schrumpfen soll, um 11% kleiner wird, besonders die Staaten sĂŒdlich der Sahara werden davon stark betroffen sein. Schon jetzt ist bspw. die Sahelzone immer wieder von großer DĂŒnne geplagt.

Besonders in den Tropen kann der Temperaturanstieg auch zur Folge haben, dass die Pflanzen aufgrund von Hitzestress nicht weiter wachsen, es muss also mit weniger ErtrÀgen gerechnet werden. Durch höhere Temperaturen kann auch verursacht werden, dass die Zahl der SchÀdlinge stark zunimmt, was sich ebenfalls negativ auf die Ernten auswirkt.

Im SĂŒden ist mit weniger Regen und grĂ¶ĂŸerer Trockenheit zu rechnen, große FlĂ€chen mĂŒssen bewĂ€ssert werden, dadurch wird der Grundwasserspiegel sinken und die Trinkwasserversorgung zu einem zunehmenden Problem werden.

Die SĂŒdhalbkugel unserer Erde ist schon jetzt extremeren Bedingungen ausgesetzt; Hurrikans, Überschwemmungen oder große DĂŒrren sind nur einige Beispiele. Der Klimawandel hat eine Zunahme eben dieser Extremerscheinungen zur Folge und der SĂŒden, der in weiten Teilen die Schwellen-und EntwicklungslĂ€nder unseres Planeten ausmacht, wird stark zu kĂ€mpfen haben mit unvorhergesehenen ErnteausfĂ€llen.

Hier ist nicht dass Geld vorhanden fĂŒr neue teure Technologien und Entwicklungen, fĂŒr Anpassungsmaßnahmen, die im Umgang mit der Situation helfen könnten.

KreativitÀt ist gefragt

Kluge Köpfe werden gefragt sein, wenn es heißt mit dieser neuen Herausforderung mehr Menschen zu ernĂ€hren fertig zu werden. 

Forscher entwickeln bereits TreibhĂ€user, die dadurch, dass sie mehrere Etagen umfassen, große ErtrĂ€ge einbringen sollen. Sie werden kĂŒnstlich beleuchtet und bewĂ€ssert, so dass ganzjĂ€hrig ErtrĂ€ge eingefahren werden können. Einige Pilotprojekte gibt es bereits; die grĂ¶ĂŸte Herausforderung ist allerdings, dass diese GewĂ€chshĂ€user einen unheimlichen hohen Energiebedarf haben.

Doch der SĂŒden wird sich solche Projekte nicht selbststĂ€ndig leisten können.

In einer Situation, in der wir immer mehr Menschen mit einer immer höheren Nachfrage an Lebensmitteln, aber mit zunehmend niedrigeren ErtrĂ€gen sind, ist damit zu rechnen, dass sich die Unterschiede zwischen den reichen Nationen, die schon jetzt im Überfluss leben, nicht so stark von einer Reduktion der Ernten betroffen sein werden und die außerdem in neue Technologien investieren können, und den EntwicklungslĂ€ndern im SĂŒden, die hĂ€ufiger mit Extremsituationen konfrontiert werden werden, noch drastisch ausweiten werden. Die Kluft wird weiter wachsen.

Weltweit ist mit steigenden Preisen zu rechnen.