Müll wird nicht genug entsorgt
Natur wird beschmutzt

Umweltschutz – was man selber machen kann

 

Krebs, Allergien oder Asthma werden in der heutigen Zeit zu einem immer präsenteren Thema. Die Schuld für die ständig steigenden Zahlen an Erkrankten und Patienten trägt insbesondere der Mensch selber, da er seine Umwelt und dadurch vor allem sich und seine Mitmenschen immer mehr belastet.

 

Sogar hier in Costa Rica – ein Land welches viel Wert auf den Schutz seiner Umwelt legt – wird die Natur verschmutzt. Auch bei meinem täglichen Strandspaziergang muss ich leider feststellen, dass Plastikmüll aus dem Meer an den Strand gespült wird oder die Leute ihren Müll einfach liegen lassen statt ihn zu entsorgen, da die bereitgestellten Mülltonnen überfüllt sind und nicht regelmäßig entleert werden.

 

 

 

Eine weitere weltweite Belastung ist der giftige Feinstaub welcher in Fabriken ausgeschieden wird und in die Körper, vor allem in die Lunge und das Gehirn, der Arbeiter gerät. Sicherheitsstandards wie geeignete Filter für die Fabriken werden jedoch oft außer Acht gelassen. Ein anderes Problem stellt eine unkontrollierte Nutzung von Autos und der dadurch entstehende Kohlenmonoxid Ausstoß dar. Unsere Gesellschaft hat es sich zur Gewohnheit gemacht, selbst für kurze Strecken in ihre Wägen zu steigen und schadet somit nicht nur der Umwelt aufgrund von CO-2 Abgasen sondern auch sich selbst, da regelmäßige Bewegung und Aktivität nicht mehr als notwendig angesehen wird. Dies waren nur zwei Problematiken, man könnte jedoch unzählig weitere schildern.

 

 

Abgase der Fahrzeuge
Giftige Abgase in Luft

Jeder Bürger kann zur Verbesserung der Umwelt beitragen

 

Folgende Tatsache sollte ständig bedacht werden: Jeder Einzelne von uns ist in der Lage, die aktuelle Situation mit Hilfe kleiner aber bewusster Veränderungen oder Angewohnheiten des banalen Alltags zu verbessern.

Die nachfolgenden Situationen sollen einen kleinen Einblick in die verschiedensten Möglichkeiten des Umweltschutzes geben: 

 

Das Ganze fängt schon damit an, Elektrogeräte und Lichter bei Verlassen des Hauses auszuschalten und somit Strom zu sparen. Auch Energiesparlampen sind mittlerweile in jedem gewöhnlichen Elektroladen vorhanden. Vor dem Betreten des Autos sollte man sich dann die Frage stellen, ob es denn wirklich Sinn macht mit dem PKW zu fahren oder ob die Strecke nicht auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad passierbar ist. Ist dies nicht der Fall, könnten andere Alternativen in Betracht gezogen werden, wie zum Beispiel die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder die Bildung von Fahrgemeinschaften – insbesondere ‚Carsharing‘ ist mittlerweile zu einem großen Trend geworden.

 

Im Supermarkt sollte man sich Gedanken über die Herkunft der gekauften Nahrung machen, und sich im Klaren darüber sein, das ein Großteil der Lebensmittel – vor Allem Pflanzen und Fleisch – durch Insektizide und Herbizide vergiftet wird. Die Vernichtungsmittel gelangen ins Grundwasser, welches durch die Wurzeln der Pflanzen aufgenommen wird. Pflanzenfresser werden durch den Verzehr der verseuchten Pflanzen und Fleischfresser durch den Verzehr der Pflanzenfresser vergiftet – Am Ende dieser Nahrungskette steht jedoch immer der Mensch der die Schäden tragen muss. Deswegen sollte darauf geachtet werden, dass Nahrung aus biologischem Anbau gekauft wird. Eine wichtige Rolle spielt auch der Konsum regionalem Essens, welcher zum Einen die lokalen Bauern unterstützt und zum Anderen den Treibstoffausstoß verringert, der durch einen ständigen Warenimport zu Stande kommt. An der Supermarktkasse verzichtet man dann im Idealfall noch auf den Kauf einer Plastiktüte und verpackt die Ware stattdessen in wiederverwendbaren Stoffbeuteln oder Körben. Plastik sollte allgemein gemieden werden und jegliche Form von Müll gehört ordentlich getrennt und recycelt.

 

Wieder zu Hause angekommen beginnt man für gewöhnlich den Haushalt zu schmeißen und auch hier gibt es gewisse Tricks um umweltschonender zu handeln: Beim Kochen können Kochdeckel zum Energiesparen verwendet werden, Beim Wäsche waschen sollte darauf geachtet werden, dass die Waschmaschine auch richtig voll ist und für das gießen von Blumen und waschen von Autos sollte Regenwasser gesammelt werden, da die Aufbereitung des vorerst ungenießbaren Grundwassers sehr teuer und energieaufwändig ist.

 

 

Insgesamt sollte auch regelmäßig auf Fleisch – insbesondere Rindfleisch – verzichtet werden, denn für die Produktion von 1kg Fleisch benötigt man 15 kg Futter für welche wiederum eine Fläche von 40 qm benötig wird. Diese Fläche könnte hingegen auch für die Ernte von 120 kg Karotten und 80 kg Kartoffeln genutzt werden.

 

 

Zu viel Plastik statt Stofftüten
Plastikverschmutzung

Verringern Sie Ihren ökologischen Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck rechnet den Verbrauch aller nachwachsenden Rohstoffe in die zur Produktion notwendige Fläche um. Im Jahr 2017 betrug der Fußabdruck 2,7 gha pro Person. Die Biokapazität der Erde lag allerdings bei nur 1,8 gha pro Person, das heißt: Die erneuerbaren Ressourcen werden schneller verbraucht, als sie regeneriert werden können. Mit den oben genannten Maßnahmen können Sie Ihren ökologischen Fußabdruck senken.

Auch die Anwohner der Playa Buena Vista versuchen Plastik zu vermeiden, Müll zu trennen und zu recyceln. Außerdem werden biologische Lebensmittel aus dem organischen Laden und frisches Obst und Gemüse von den lokalen Bauern auf dem Markt gekauft.

 

Wenn Sie sich vorstellen können auszuwandern, dann schauen sie doch mal auf unserer Costa-Rica Auswander Tipps Seite vorbei.

 

 

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