Das Fell der Affen ändert sich

Kongo Costa Rica

Wissenschaftler in Costa Rica haben eine erstaunliche Entdeckung gemacht: das Fell mancher Brüllaffen fängt an sich zu verfärben. Und das in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit! Doch warum und wie passiert das überhaupt?

Brüllaffen werden blond, ohne Friseur-Termin

Hier in Guanacaste sieht man sie überall herum-springen und klettern und vor allem hört man sie: die Brüllaffen. Das nächtlichen Geschreie der Primaten gehört genauso zu dieser Region wie das Meer oder der Regenwald. Doch etwas seltsames geht mit diesen Affen vor sich. Die „ummantelten“ Brüllaffen haben ihren Namen wegen dem rötlich-blonden Fell an ihren Körperseiten, ansonsten tragen sie aber komplett schwarzes Fell. Seit 5 Jahren werden nun Veränderungen in deren Fellfarbe festgestellt und inzwischen wurden sogar wildlebende komplett blonde Tiere gefunden. Anfangs waren es nur wenige gelbe Stellen, so schnelle komplette Umfärbung wurde bisher noch bei keinen Primaten oder sogar Säugetieren festgestellt.

Zuständig ist hierfür ein Unterschied in der Melanin-Produktion der Affen. Melanin ist sowohl zuständig für die Farbe des Fells, auch der Haut bei Säugetieren. Doch in den untersuchten Primaten hat sich das Melanin, das sonst für die schwarze oder graue Färbung zuständig ist, in Pheomelanin umgewandelt. Dieses produziert eine gelbliche oder orange Färbung.

Fellveränderung bei Brüllaffen
Brüllaffen sind überall zu sehen in Guanacaste

Wie kommt es zu der Änderung?

Noch ist die genaue Ursache unklar, Wissenschaftler vermuten allerdings den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Dieser ist nämlich in Costa Rica mit 25 Kilogramm pro Hektar sehr hoch. Auch der Einsatz von Herbiziden hat großen Einfluss auf die umliegende Natur. Diese Affen wurden vor allem in der Nähe von Farmen gefunden, die diese „Schutzmittel“ verwenden.

Der große Einsatz des Gifts geht aber auch uns Menschen direkt was an: es kommt zu Wasserverschmutzung, Erntetoxizität und Schäden für die Leute die auf den Feldern arbeiten oder in der Umgebung leben. Auch für die Affen hat das schwere Folgen, denn durch die auffällige Färbung sind sie leichte Beute. Unser Handeln hat einen riesen Einfluss auf die Natur und Tiere, es wird dringend Zeit, dass wir uns unseres Handeln bewusst werden und etwas ändern. Wir bringen das natürliche Gleichgewicht vollkommen aus der Balance…

Können wir uns vom brasilianischen Regenwald verabschieden?

Costa Rica möchte Gastgeber der Klimakonferenz werden!

Entspannter Urlaub mitten im Regenwald

Costa Rica will Klimakonferenz ausrichten

Costa Rica wäre gerne Austragungsort der Klimakonferenz 2019

Nachdem Brasilien seine Kandidatur zur Ausrichtung der Klimakonferenz 2019 zurückgezogen hat, meldet sich Costa Ricas Präsident Carlos Alvarado zu Wort und bittet darum, Gastgeber der Konferenz sein zu können. Wie bereits bekannt scheint Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro nicht viel für den Umweltschutz übrig zu haben. Jetzt zog er sogar die Kandidatur als Austragungsort zurück. 

Vom 11. bis zum 22. November kommenden Jahres wollen die Vertragsparteien der Klimakonferenz (COP25) tagen. Diese Konferenz stellt die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen bezüglich des Klimawandels dar. Während der Feier zum 70. Jahrestag zur Abschaffung der Armee in Costa Rica verkündete Alvarado sein Vorhaben. Er wies darauf hin, dass der Klimawandel eine große Herausforderung darstelle und es verpflichtend sei, diesen zu bekämpfen. Denn er stelle eine noch größere Gefahr als der Krieg dar. 

Der costa-ricanische Präsident sagte auch, dass sich das Land von einer Absage nicht abschrecken lasse und seine Ziele der Dekarbonisierung der Wirtschaft weiterhin verfolgen werde. Costa Rica gilt als Vorzeigeland in Sachen Umweltschutz. Bereits vor einigen Jahren wurden Ziele für 2021 formuliert. Da will das zentralamerikanische Land klimaneutral und plastikfrei sein.