Die Umwelt geht vor die Hunde und wir auch!

Die Angst vor Krieg und Terror ist auf der ganzen Welt ein oft diskutiertes Thema. Doch was bei der UN-Klimakonferenz COP 24 in Katowice, Polen Anfang Dezember 2018 diskutiert werden soll, hat mindestens ebenso viel Einfluss auf die Zukunft unseres Planeten. Der Klimawandel.

Anlässlich der 24. UN Klimakonferenz, die am 3. Dezember 2018 startet, befassen wir uns mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen. Ist die Lage wirklich so dramatisch? Was können wir gegen den Klimawandel unternehmen? Und was passiert, wenn wir so weitermachen wie bisher?

China im Smog

Wie dramatisch die Lage tatsächlich ist, wird deutlich, wenn man Bilder aus China sieht; In Peking rät mann immer weder den Menschen, ihre Häuser nicht zu verlassen, um sich vor dem Feinstaub zu schützen. Flüge fallen immer wieder aus und Firmen bleiben geschlossen, die Luftverschmutzung liegt teilweise mehr als das zwanzig-fache über den zugelassenen Werten.

Gletscherschmelze

Deutlich sichtbar werden die Folgen des Klimawandels auch beim Betrachten der Gletscher und wie diese sich im Laufe der Jahre verändert haben. Im Himalaya zum Beispiel sind laut des International Center for Integrated Mountain Development zwischen 1977 und 2010 die Gletscher um beinahe ein Viertel zurückgegangen. In Peru ist das Eis sogar um bereits 40 % geschmolzen.

Abgesehen vom steigenden Meeresspiegel hat die Gletscherschmelze auch unmittelbare Folgen für die Bevölkerung: In höheren Lagen kommt es zu Wassermangel, in den Siedlungen unterhalb des Gletschers kann es zu heftigen Überschwemmungen kommen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder so…

Auch dieses Jahr wird wieder heftig diskutiert auf der Klimakonferenz. Ob sich die Nationen einigen können, ist fraglich. Die sogenannte Zwei-Grad-Grenze soll bis 2100 nicht überschritten werden, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Aber wie realistisch ist dieses Ziel? Die Meinungen gehen auseinander. Um eine Temperaturerhöhung von nicht mehr als 2° C bis 2100 zu erreichen, müssten die CO2 Emissionen auf null reduziert werden. Um dies zu erreichen, müsste es entweder eine revolutionäre Erfindung geben, die es möglich macht bereits ausgestoßenes CO2 aus der Luft zu filtern oder es dürfte bis 2050 kein einziges Auto mehr mit Benzin fahren und kein einziges Flugzeug mehr mit Kerosin fliegen – beides ziemlich unwahrscheinlich.

Paris-Protokoll

Die großen Industrienationen haben zugesagt, bis 2020 mit jährlich 100 Milliarden Dollar den Klimaschutz zu fördern. Entwicklungsländer wie Indien sind von dieser Unterstützung abhängig, um zum Beispiel Solaranlagen bauen zu können. Immerhin sind konsumliebende Staaten wie die USA für den Großteil des Klimawandels verantwortlich, die armen Länder aber leiden am meisten unter den Auswirkungen.

Nach der Klimakonferenz 2015 in Paris glaubte man bereits einen großen Schritt in Richtung Klimaschutz gegangen zu sein. Das dort erarbeitete Paris-Protokoll ist ein Abkommen, welches die vom Menschen verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius im Vergleich zu den Werten vor der Industrialisierung begrenzen soll. Bereits ca. 170 Staaten haben das Abkommen ratifiziert. Während des COP 24 soll dann vereinbart werden, wie sich das Abkommen praktisch umsetzen lässt.

 

Vielleicht sollten sich die Politiker mal ein Beispiel an dieser jungen Schwedin hier nehmen.

Natürlich hat auch das Urlaubsland Costa Rica mit den Auswirkungen zu kämpfen.