Extremes Klima

2015 – Das Jahr der Extreme – Wie wird das Jahr 2018 ausfallen?

Dieses Jahr scheint das Klima extremer zu werden. In Deutschland gab es 2018 eine lange Trockenzeit, in anderen Ländern viele Unwetter. Wie geht es weiter? Blicken wir nochmals zurück in das Jahr 2015.

2015 – Das Jahr der Extreme: El Niño so stark wie lange nicht

Anfangs dachten Experten noch, dass das Klimaphänomen El Niño im Jahr 2015 recht schwach ausfallen würde. Auch die damit einhergehenden Wetteränderungen wurden als gering eingeschätzt. Leider waren diese Voraussagen zu optimistisch, denn langsam aber sicher zeigt sich, dass das Gegenteil der Fall sein wird. Es könnte zum stärksten El Niño seit 1998 kommen.

Was sagen offizielle Stimmen?

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wies darauf hin, dass sich El Niño zum Ende des Jahres wohlmöglich noch verstärken und im Südpazifik extreme Wetterlagen auslösen wird. „Dieser El Niño ist der stärkste seit mehr als 15 Jahren“, warnt WMO-Generaldirektor Michel Jarraud. „Die tropischen und suptropischen Zonen erleben bereits schwere Dürreperioden und zerstörerische Überschwemmungen, die den Stempel El Niños tragen.“

Wo liegen die Ursachen für das Extrem?

Schuld für das Verstärken des Klimaphänomens ist nach Aussage von Jarraud unter anderem die Erderwärmung, die vor allem durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursacht wird. „Die globalen Durchschnittstemperaturen haben neue Rekordwerte erreicht und El Niño facht diese noch weiter an.“

Wie verheerend werden die Folgen sein?

Laut humanitären Hilfsorganisationen drohen durch den extremen El Niño Missernten, Hunger und Seuchen. Jarraud sagte jedoch, die Welt sei heute auf das im Abstand jeweils mehrerer Jahre immer wieder auftretende Klimaphänomen „besser vorbereitet als jemals zuvor“.

Wie entsteht El Niño?

Ursprung des El Niño sind die Veränderung von Wasser- und Luft-Strömungen in der Nähe des Äquators im und über dem Pazifik. Winde treiben feuchte Luft nicht wie zuvor nach Australien und Südostasien, sondern viel mehr nach Osten in Richtung der amerikanischen Westküste. Dort erwärmt sich das Wasser.

Was wird weiterhin befürchtet?

Im WMO-Bericht ist vermerkt, dass die Meerestemperatur im tropischen Pazifik mittlerweile die Normalmarke mehr als zwei Grad Celsius überschritten hat. Das gilt als Gefahr, denn es habe unter anderem zur deutlichen Verstärkung der jahreszeitlich üblichen Stürme im Westen und Osten des Pazifiks beigetragen.

Ganz anders sieht es in Südostasien aus. Dort sind Trockenperioden die Folge des Phänomens. In Indonesien kam es bereits zu schweren Waldbränden. In anderen Gebieten, beispielsweise in Südasien und in Teilen Afrikas, sorgt man sich um durch den ausbleibenden Regen verursachte Ernteeinbußen.

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