Kettensägen-Massaker in Brasilien

Klimawandel durch Regen

Gewissenlos holzt Brasilien seinen Regenwald ab. Prominente Wissenschaftler gehen nun auf die Barrikaden!

Die Kettensägen, sie kreischen. Und der Regenwald in Brasilien, er schwindet. Im vergangenen Jahr allein holzten wir 1,35 Millionen Hektar im Amazonasgebiet ab. Mit dem Amtsantritt des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro werden es sicherlich noch mehr. 

Bolsonaro treibt Abholzung voran
Brasiliens Präsident Bolsonaro schert sich nicht ums Klima.

Das Klima ist scheißegal

Nicht nur einmal propagierte der „Trump Südamerikas“, sich nicht um den Umweltschutz zu scheren. Neue Schutzgebiete im Amazonasgebiet tat er mit einem Achselzucken ab. Weitere Rodungen im Regenwald stehen auf dem Programm. Dass er mit seiner Devise am Ast sägt, auf dem die Menschheit bequem mit ihrem fetten Arsch sitzt, scheint ihm entgangen. Schließlich es ist gerade Brasiliens Regenwald, der für das globale Klima und die Biodiversität essentiell ist. 

Die Rebellion naht

Doch Obacht, es rührt sich Widerstand. Zwar nicht als aufgebrachter Mob mit Fackeln und Forken, aber in den grauen Zellen einiger prominenter Wissenschaftler regt sich Aufbegehren. In einem offenen Brief forderten nun mehr als 600 Forscher und Vertreter der Ureinwohner die Europäische Union auf, Jair Bolsonaro die Stirn zu bieten. Die steckt immerhin seit Längerem mit Brasilien in Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. Eigentlich eine brillante Position, um ordentlich Druck auszuüben. 

Klima und Regenwald
Der Regenwald in Brasilien schwindet rasant.

Glauben wir etwa noch an Märchen?

Genauso gut könnten wir aber auch an Einhörner glauben. Denn wie Brasilien ist auch der EU an größtmöglichen wirtschaftlichen Gewinn interessiert. So werden massenhaft landwirtschaftliche Produkte aus Brasilien eingeführt. Auch die Nachfrage am Milliardengeschäft mit Tropenhölzern ist ungebrochen. Zudem versorgen Banken aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA die brasilianischen Firmen mit Krediten. Das Weltklima kommt in den kaltschnäuzig regierten Verhandlungen sicherlich nicht zur Sprache. Es bleibt also abzuwarten, wie lange der Ast noch hält. 

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