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Guanacaste ist eine der sieben Provinzen Costa Ricas und hat eine Größe von 10.000 m². Costa Rica Guanacaste bedeutet für nicht wenige Menschen magische Natur.

Mit seinen rund 300.000 Einwohnern, die sich wiederum auf mehrere Kantone verteilen, hat Guanacaste viele Gesichter und vermittelt ein vollkommen anderes Lebensgefühl, das man als ¨Fremder¨ sicher nicht gleich verstehen oder nachvollziehen kann.

Das Entdecken Costa Ricas 

Im Jahre 1502, als Christoph Columbus in Costa Rica an Land ging, er dachte woanders anzukommen, existierten insgesamt vier große Eingeborenenstämme: Die Caribs, die an der Ostküste lebten, die Borucas, die Chibchas, und die Diquis, die im Südwesten zu Hause waren. Die Ankunft der spanischen Eroberer auf der Halbinsel Nicoya im sechzehnten Jahrhundert, hatte großen kulturellen Einfluss auf das ganze Land. Eine eigenständige costa-ricanische Kultur entwickelte sich erst spät in Costa Rica, das selbe gilt für die Provinz Guanacaste. Abgesehen von den bereist existierenden indianischen und afrikanischen Lebensformen, prägten nach und nach auch europäische Einwanderer und deren Sitten und Gebräuche die Provinz.

3 Millionen Menschen spanischer Abstammung

Obgleich über 3 Millionen Menschen spanischer Abstammung sind, kamen damals auch zahlreiche Familien aus verschiedenen Regionen Europas, Asien, Afrikas und Mittelamerikas ins Land. Ein Großteil der farbigen Bevölkerung emigrierte aus Glaubensgründen, beziehungsweise als Resultat der christlichen Missionierung, nach Guanacaste. Die Kirche in Nicoya gilt als zweitältestes Gebäude in ganz Costa Rica. Eine andere Gruppe von Einwanderern, kam, glaubt man der Legende, ganz unfreiwillig nach Guanacaste. Der Volksmund sagt, dass eines Tages Piraten am Playa Coco anlegten um sich mit Trinkwasser zu versorgen. Diese wurden, ob aus Versehen oder mutwillig ist nicht bekannt, von ihrer Crew dort zurückgelassen.

Die ersten Farbigen kamen damals aus Jamaika und sind heute hauptsächlich an der Karibikküste Zuhause. Deren englische Namen führten einst noch zu viel Verwirrung. Die Chorotegas kamen ursprünglich aus Mexiko und sind heute die größte Volksgruppe. Die Menschen hier in Guanacaste gelten als einfach und ehrlich. ¨Pura vida¨, ist also nicht nur eine Floskel zur Begrüßung oder Verabschiedung, sondern entspricht auch dem hiesigen Lebensstil. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt übrigens bei 26,1 Einwohnern pro km².

Guanacaste Costa Rica
Die Natur genießen in Guanacaste, Costa Rica

Guanacaste

Guanacaste ist eines der vielen Gesichter Costa Ricas. Es ist ein sehr natürliches und ursprüngliches Gesicht. Das pure Leben bringt hauptsächlich die unberührte Natur zum Ausdruck: das Geschrei der Brüllaffen, umherschwirrende Kolibris, gefährliche Krokodile oder schreckhafte Leguane. Nicht zu vergessen die gepanzerten Meeresschildkröten, zahlreichen Schlangen und farbenfrohen Tukane und Papageien. Traumstrände wie der Playa Barrigona oder die Schönheit von zehn Nationalparks sind weitere gute Gründe für einen Urlaub in Costa Rica. Es gibt jede Menge Attraktionen und schöne Hotels.

Die ersten Menschen, die Costa Rica vor einigen tausend Jahren v. Chr. besiedelten, strandeten auf der Nicoya – Halbinsel. Während der Kolonialzeiten war Guanacaste noch kein Teil von Costa Rica, sondern gehörte zu Nicaragua. Erst im 19. Jahrhundert entschieden sich die Einwohner von Nicoya, Santa Cruz, und Cañas in einer Volksbefragung dafür, lieber ein Teil von Costa Rica zu werden. Am 25. Juli 1824 verkündete Guanacaste seine Annexion und feiert diesen Tag bis heute als Unabhängigkeitstag mit einem großen Fiesta.

Sklaven in Nicoya
in Nicoya 1603-1824- waren nicht alle nett zueinander

Nicoya

Nicoya übrigens, wird von vielen Experten als die älteste Stadt des Landes angesehen und dient als Handels- und Einkaufszentrum der Küstenregionen von Guanacaste. Außerdem ist Nicoya eine der wichtigsten touristischen Zonen der Provinz.

Der große Indianerhäuptling Nicoya hieß eigentlich Nicoa, und war der große Boss und der Chorotega-Indianerhäuptling der Guanacaste-Region in dem 16. Jahrhundert. Dazu gehörte auch der Kanton, die Halbinsel und der Golf von Nicoya.

Liberia

Mit seiner Hauptstadt Liberia, ist Guanacaste die nordwestlichste Provinz Costa Ricas. Erst im 19. Jahrhundert wurde Liberia gegründet, und die Bewohner nannten sie die freie Stadt. Viele Menchen kamen aus Nicaragua, und waren auf der Suche nach Freiheit vor Landbesitzern geflohen. Sie fanden in Liberia einen Ort an dem sie ein neues Leben frei beginnen konnten.

Eugène Henri Paul Gauguin
Motive vom französichen Maler

Costa Rica Guanacaste heute

Sie grenzt im Westen an den Pazifischen Ozean, der eine Küstenlänge von etwa 1022 km aufweist und über mehr oder weniger stark entwickelte touristische Zonen verfügt. Hier kommt auch das andere Gesicht von Guanacaste zum Vorschein. Besucht man beispielsweise Tamarindo, von bösen Zungen ¨Tamagringo¨ getauft, erlebt man das klassische Modell von Tourismusentwicklung. Dieser Ort hat sich über die Jahre extrem verändert. Und nicht nur dieser Ort, andere zum Beispiel wie Jaco auch.

Ein wahrer Bauboom führte dazu, dass der Immobilienmarkt beinahe explodiert ist. Viele ¨Condominios¨ beherrschen das Landschaftsbild, zudem kommen zahlreiche nordamerikanische Luxushotelanlagen.

Im Jahr 2006 verzeichnete Guanacaste den größten Aufschwung im Bereich der Immobilieninvestitionen. Die Anzahl der Baugenehmigungen stieg um 133 % im Vergleich zum Jahr 2005. Erst Ende 2008 begann sich die Situation zu ändern. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise litt auch der costa-ricanische Immobilienmarkt. Dem zu Folge wurden viele Bauvorhaben abgebrochen. Heute, im Jahre 2018 sind immer noch einige Bauruinen zu sehen. Der hochgepriesene Touristen Entwicklungstraum ist wohl erst mal zu Ende geträumt.

Wer gerne ausgeht und das costa-ricanische Nachtleben kennen lernen will, ist mit Tamarindo allerdings gut beraten. Hier gibt es zahlreiche Diskotheken, Bars und Kneipen in denen die verschiedensten Partys stattfinden.

Samara ist da schon gemischter. Auch südlicher nach Montezuma zu, früher ein Hippie Ort, und hat heute noch ein wenig Charme von damals.

Der Flughafen von Liberia hat gerade ein neues Terminal bekommen. Weiter nördlich will eine Gruppe von Investoren $15 Millionen für den Aufbau eines Yachthafens, den Marinas Papagayo, löhnen. Geplanter Termin der Eröffnung ist Mitte 2012. Daraus wurde auch nicht das was man sich erhofft hatte.

Auch Costa Rica bekommt die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren und hat teilweise mit extremen Wetterbedingungen zu tun.

Weltweit hat sich viel geändert, nicht umbedingt immer zum Positiven. Und Costa Rica?

Ist Costa Rica noch pura Vida?

 

Wir wünschen allen Costa Rica Begeisterten einen schönen 1. Advent!

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