Adiós brasilianischer Regenwald

Die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien kann jetzt fröhlich weiter gehen. Nach Ansicht des neuen Präsidenten von Brasilien Jair Bolsonaro, Ex-Militär, 63 Jahre alt. Und wie Donald Trump der Ansicht, es gibt keinen Klimawandel. 

Aussagen wie, „er hätte lieber einen toten, als einen homosexuellen Sohn“ oder, dass „der einzige Fehler der brasilianischen Militärdiktatur war, die Menschen zuerst zu foltern anstatt sie direkt zu töten“, lassen keinen Zweifel an seiner politischen Orientierung.

Trotzdem wählte man ihn jetzt mit 55,1% zum mächtigsten Mann des südamerikanischen Landes. Und der Rest der Welt bangt. Denn man befürchtet, er könne sich nicht an das Pariser Klimaabkommen halten und somit den größten CO2-Speicher der Welt, den Amazonas Regenwald drastisch verkleinern. Denn Bolsonaro sieht in den 136 Millionen Hektar viel wirtschaftliches Potenzial. Ein erster Schritt in Richtung dieser Katastrophe wäre die Umsetzung seines Vorhabens, das Umweltministerium dem Landwirtschaftsministerium zu unterstellen.

Autobahn durch das Amazonasgebiet

Außerdem sollen der Umweltbehörde Ibama die finanziellen Mittel gekürzt werden, was die Überwachung des Regenwaldes vor illegaler Rodung erschwert. Zusätzlich kritisierte er das Engagement der brasilianischen Regierung für die Erhaltung großer Teile des Amazonasgebietes für indigene Völker. Bolsonaro kündigte an, ihnen kein weiteres Land mehr zu geben, außerdem wolle er deren Gebiete für den Bergbau öffnen und eine Autobahn durch das Amazonasgebiet sei auch im Gespräch.

Nur gut, das man in Costa Rica erkannt hat wie wichtig der Wald für die Gesundheit ist und hat schon seit langer Zeit ein Abholzungsverbot erlassen. Das wird zwar nicht immer eingehalten, aber insgesamt funktioniert es.

Wälder sind unsere grüne Lunge

Wir sollten bedenken, dass die Wälder maßgeblich zur Sauerstofferzeugung und Kohlenstoffspeicherung beitragen. Und Wald und Waldböden wirken als Filter und Wasserspeicher. Gesundheit sollte vor Profit stehen.

Eine Antwort auf „Adiós brasilianischer Regenwald“

  1. Das ist wirklich traurig! Das der Profit immer an erster Stelle stehen muss, furchtbar. Manch „große“ Länder sollten sich mal ein Beispiel an Costa Ricas Umweltschutz nehmen

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