Autofahren in Costa Rica

Autofahren in Costa Rica hat viele Vorteile, wenn man hier eine Rundreise macht. Mit einem Auto hat man die Freiheit, zu tun, was man will und vor allem wann man will. Wir haben für euch hier mal alles Wichtige kurz und knapp zusammengefasst.

Das Fahren in Costa Rica hat mitunter ab und an auch leider seine Nachteile und auch seine Herausforderungen. Obwohl es wahrscheinlich der beste Weg ist, um das Land zu erkunden. Es ist auch sehr wichtig, sich über das allgemeine Verhalten der Fahrer in Costa Rica zu informieren und auch darüber, was Sie auf der Straße erwartet, besonders in der Regenzeit.

Tipps ums Autofahren in Costa Rica

  1. Es gibt zwar Verkehrsregeln, aber die Costa-Ricaner halten sich nicht immer an sie. Man sollte immer wachsam bleiben.
  2. Auf der Autobahn ist die Höchstgeschwindigkeit in der Regel 90 km/h. Die Verkehrszeichen sind in Kilometern angegeben.
  3. In Costa Rica fährt man auf der rechten Seite.
  4. Jeder Tourist sollte in Costa Rica mit der Zulassung fahren können, die er in seinem Heimatland erworben hat – sofern sie aktuell ist.
  5. WAZE, Ticos schwören auf diese App als das beste GPS-System, um durch das Land navigieren zu können.
  6. Wichtig ist auch, dass eine Apotheke und die vorgeschriebenen Gegenstände wie Pannendreieck, Wagenheber, Sicherheitsjacke mit Rückstrahler und eventuell einen Feuerlöscher sowie Kindersitze, wenn erforderlich, vorhanden sind.
  7. Rückstrahler und eventuell einen Feuerlöscher sowie Kindersitze, wenn erforderlich, vorhanden sind.
Befahrbare Straßen nahe Samara
Straße nahe Samara nach dem Regenfall etwas desolat

Im Zentraltal um San Jose herrscht, wie im Dunstkreis einer jeden Großstadt, regelmäßig Verkehrschaos wegen hohen Aufkommens. Dieses Chaos sehen die Ticos allerdings mit großer Gelassenheit gesehen. Es ist halt so, und es ist gut so wie es ist. Pura Vida! Kaum ein einheimischer Verkehrsteilnehmer zeigt die Aggressivität wie viele in Europa. Selbstverständlich wird auch gehupt. Aber eher als Warnung beim Überholen oder als Dankeschön oder als netter Gruß. Hupt man in Europa hingegen, erntet man sofort einen erigierten Mittelfinger

Aktuelle Straßenverhältnisse

Die Straßen auf dem Lande hingegen weisen oft eine geringe Verkehrsdichte auf; hier gleitet man entspannt dahin und kann die Landschaft sogar als Fahrer genießen. Autofahren in Costa Rica ist in diesem Fall fast schon zu einfach.

Aufgrund der Regenzeit findet man abschnittsweise vermehrt Löcher und Furchen in den Straßen. Diese werden schon mal notdürftig mit Steinen gefüllt oder mit Zement geflickt. Nach einer Periode mit starken Niederschlägen ist der Straßenzustand oft schlimmer als vorher. Damit sollte man immer rechnen, vor allem in der Nacht. Mit einem 4 x4 Fahrzeug ist man auf jeden Fall sehr gut beraten. Für einige Zielgebiete ist der Allradantrieb derzeit unumgänglich. Auf vielen Straßen ist im Moment nicht nur der Vierradantrieb allein, sondern vor allem der erhöhte Abstand zum Boden ein notwendiges Kriterium.

Fahrer

Oftmals hupt man die Straße überquerende Fußgänger, heftig an, die Geschwindigkeit verringert man aber nur selten. Aber auch das Gegenteil ist der Fall, nämlich übermäßige Gemächlichkeit (in der dritten Fahrspur). In Städten und Ballungszentren ist die Fahrweise teilweise sehr chaotisch. Man soll daher immer defensiv, voll konzentriert und keinesfalls übermüdet oder unter Alkoholeinfluss fahren! Es gilt das Motto: “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser”. Auch Geduld ist durchaus ein weiterer, sehr nützlicher Begleiter im Straßenverkehr.

Verkehrszeichen

Die Beschilderung in Costa Rica ist ein wahres Dilemma. Straßen- und Gassen sind nur an wenigen Ecken beschriftet, Hausnummern fast gar nicht, Hinweistafeln können manchmal sehr konfus sein und Richtungstafeln etwa an bedeutenden Abzweigungen fehlen einfach. Bei Orientierungsproblemen gilt das Credo: einfach mit Händen und Füßen durchfragen und nicht verzagen, man findet sein Ziel bestimmt.Betreiber von pulperias (Lebensmittelläden), Sodas (Kneipen) und Wachbeamte sind diesbezüglich die verlässlichsten Ansprechpartner, weil sie ihre Umgebung gut kennen. Nicht selten wird man von Ticos auf der Straße buchstäblich “in die Wüste” geschickt, weil sie mit der Frage überrascht werden, und schnell irgendeine Vermutung äußern. Denn es gilt als unhöflich keine Lösung parat zu haben, also wird hier aus Höflichkeit schon mal geflunkert.

Geschwindigkeit

Radarkontrollen stehen auf Costa Ricas Straßen an der Tagesordnung. Kameras lauern überall, denn seit dem 10. September 2011 gibt es Internetüberwachungskameras. Die Namen jener Besitzer von Fahrzeugen, die bei einer Geschwindigkeitsübertretung ertappt wurden, werden in der “La Gazeta” veröffentlicht. Da kann es schon auch zu Nachforderungen von Mietwagenunternehmen an Ihre Kreditkartenfirma kommen, wenn sich herausstellt, dass das Fahrzeug zum gegebenen Zeitpunkt von Ihnen gelenkt wurde. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen lehnen sich an internationale Normen an. Wenn nicht anders angegeben, gelten auf den Autostraßen eine Mindestgeschwindigkeit von 40 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h auf Landstraßen und Nebenstraßen. In Wohngebieten beträgt die erlaubte Geschwindigkeit 40 km/h (wenn nicht anders angegeben) und vor Spitälern und Schulen 25 km/h. Auf Autobahnen wird die maximale Geschwindigkeit angegeben.

Nicht asphaltierte Straßen in Samara
Autofahren in Costa Rica – in der Regenzeit manchmal eine Herausforderung

Vorschriften

Für das Autofahren in Costa Rica sollten folgende Vorschriften beachtet werden:

  • Das Fahren auf Stränden ist verboten, außer es gibt keine andere Verbindung zwischen zwei Städten.
  • Die Polizei hat kein Recht einen Wagen in Beschlag zu nehmen, außer im Falle eines schweren Unfalls, wenn der Fahrer betrunken ist oder ohne gültigen Führerschein unterwegs ist.
  • In Costa Rica gilt die Gurtpflicht, die Einhaltung der Vorschrift dient auch der eigenen Sicherheit.
  • In den Städten, wie zum Beispiel in San Jose, benötigt man immer einen Kurzparkschein.
  • Auch auf bewachten Parkplätzen keine Wertgegenstände oder Gepäck sichtbar im Wagen liegen lassen.
  • Grundsätzlich ist es empfehlenswert früh am Morgen zu fahren und lange Fahrten in den Nachtstunden zu vermeiden. 
  • Im Falle der Verwicklung in einen Unfall, ruft man 911 und man bewegt das Fahrzeug nicht von der Stelle, bis die Polizei kommt. 
  • In Costa Rica muss jeder Unfall von der Polizei aufgenommen werden (nicht nur bei Personenschaden). Verletzte Personen sollten unbedingt auf das Eintreffen der Rettungsfahrzeuge warten. Auch ist es nützlich, Fotos zu machen, Notizen oder Zeichnungen anzufertigen und ja keine Aussagen gegenüber nicht autorisierten Personen zu machen.

Auftanken

Das Netzwerk der Tankstellen ist sehr gut ausgebaut, trotzdem ist es ratsam, beim Autofahren in Costa Rica niemals bis auf den letzten Tropfen zu fahren, sondern eine gehörige Reserve zu berücksichtigen.

Falls sie Urlaub in Costa Rica machen wollen und noch ein chiliges Costa Rica Hotel suchen, hier unser Geheimtipp. Dies sind mal die nützlichsten Tipps für eine gute und sichere Fahrt durch Costa Rica. So lässt es sich gleich viel angenehmer reisen und zugleich in vollen Zügen genießen.

Buen Viaje!

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